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Nahrungsfasern

Nahrungsfasern (lösliche- und unlösliche Nahrungsfasern), auch Ballaststoffe genannt, sind Nahrungsbestandteile welche durch die körpereigenen Verdauungsenzyme des menschlichen Magen-Darm-Traktes nicht abgebaut werden können. Nahrungsfasern kommen natürlich nur in pflanzlichen Nahrungsmittel vor, wobei heute immer wie mehr Nahrungsfasern auch gefertigten Nahrungsmitteln beigefügt werden (Jogurt etc.). Ein Teil der Nahrungsfasern wird unverändert wieder ausgeschieden, der Rest durch Bakterien im Dickdarm vergärt.

Aufgaben von Nahrungsfasern

Nahrungsfasern haben je nach Aufbau unterschiedliche Wirkungen auf den Stoffwechsel und die Verdauungsorgane. Sie können beispielsweise die Beschaffenheit des Stuhles und der Darmflora beeinflussen und so regulierend auf die Verdauung wirken.

Aufbau von Nahrungsfasern

Nahrungsfasern sind grösstenteils Polysaccharide (Mehrfachzucker). Sie bestehen aus unterschiedlich langen Ketten verschiedener Kohlenhydrateinheiten. Nahrungsfasern besitzen je nach Kettenstruktur unterschiedliche Löslichkeiten:

  • unlösliche Nahrungsfasern: z.B. Cellulose, Hemicellulosearten, Lignin;
  • lösliche Nahrungsfasern: Pektin, resistente Stärke, Inulin, Pflanzengummis, Schlemstoffe, Betaglukane und Gelstoffe.

Referenzwerte für die Nahrungsfaserzufuhr

  • Kinder ca. 10gr / 1000kcal
  • Jugendliche ca. 10gr / 1000kcal
  • Erwachsene mind. 30gr / Tag

Wichtig: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr optimiert des positiven Effekt auf die Verdauungstätigkeit. Eine geringe Flüssigkeitszufuhr bei gleichzeitig hoher Nahrungsfaserzufuhr kann hingegen zu Verstopfungen führen.

Energie

Da Nahrungsfasern für die menschlichen Verdauungsenzyme nicht verdaubar sind, liefern sie selber dem Körper keine Energie. Die bei der bakteriellen Verdauung anfallende Abbauprodukte sind für den Körper jedoch verwertbar aber vernachlässigbar in der Berechnung des täglichen Kalorienbedarfs.

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