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Alles über Bariatrische Operationen


Flüssigkeit / Trinkmenge

Das Trinken oder generell die Trinkmengen oder Flüssigkeitszufuhr nach den Operationen ist immer wieder ein Thema. Auch was in welchen Mengen und wann getrunken werden sollte oder nicht wirft hier Fragen auf. Ich werde hier wieder mal paar Facts zum Thema schreiben – grundsätzlich gilt aber auch hier – die Anweisung eurer EB und / oder Arzt haben Vorrang und die Angaben sind für operierte Menschen nach Abschluss des Kostaufbaus gedacht. In der Anfangsphase könnt ihr einfach weniger trinken solltet aber darauf achten, die Trinkmenge langsam zu steigern.

Flüssigkeit

Wasser ist mengenmässig der wichtigste Bestandteil des menschlichen Körpers. Der Wasseranteil ist bei den Frauen ca. 55% und 60% bei den Männern. Muskelmasse enthält mehr Wasser als Fett, darum haben übergewichtige Menschen oft Probleme mit ihrem Wasserhaushalt.

Verteilung der Flüssigkeit im Körper

  • Innerhalb der Zellen (Hauptbestandteil)
  • Blut und Gewebeflüssigkeit
  • Im Verdauungstrakt und in der Niere / Blase

Aufgaben von Wasser / Flüssigkeit

  • Transportmittel im Körper (Blut, Urin). Dafür muss mind. 5dl Flüssigkeit pro Tag getrunken werden!
  • Lösungsmittel (z.B. Verdauungssaft)
  • Baustoff
  • Quellmittel
  • Wärmeregulation -> schwitzen

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Lebensmittelauswahltabelle

Die Lebensmittelauswahltabelle soll helfen – die geeigneten Lebensmittel für eine Langzeiternährung zu finden und zusammen zu stellen. Die in der Rubrik „Weniger geeignete Lebensmittel“ sind grundsätzlich nicht verboten, aber deren Verzehr kann zu Probleme und Gewichtszunahmen führen.

Lebensmittelauswahltabelle


Langzeiternährung – die 7 goldenen Regeln

Neben der modifizierten Ernährungspyramide dienen die nachfolgenden Empfehlungen (angelehnt an die Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung) für eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

  1. Vielseitig essen
    Essen Sie vielseitig und geniessen Sie die saisonalen Lebensmittelangebote. Berücksichtigen Sie individuelle Unverträglichkeiten / Intoleranzen.
  2. Ausreichende Eiweisszufuhr
    Eine gewisse Menge an Eiweiss muss dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden, damit körpereigene Eiweisse aufgebaut werden können. In der Regel werden von 0.8gr. Eiweiss pro Kilo Körpergewicht gesprochen. Ihre Ernährungsberaterin wird diesen Wert aber mit Ihnen definitiv besprechen. Eine geziehlte Anreicherung von Speisen mit Eiweisspräparten kann nötig werden, um den täglichen Bedarf nach einer Magenbypass-Operation sicherzustellen. Weiterführende Informationen erhalten Sie unter Nährstoffe -> Eiweiss / Proteine.
  3. Zucker vermeiden
    Vermeiden Sie Zucker und mit Zuckerersatz hergestellte Lebensmittel auch Getränke. Süssstoffe können in Massen genossen werden. Werden Sie zum Kochen Zucker diesen bitte so tief als möglich dossieren.
  4. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel
    Fettreiche Speisen schmecken meistens gut können aber bei übermässigem Konsum wieder zu einer Gewichtszunahme führen. Ziehen Sie pflanzliche Fett den tierischen vor und verwenden Sie nur qualitativ hochwertige Öle.  Achten Sie besonders auf „versteckte“ Fett wie in Fleischerzeugnissen, Backwaren aber auch in vollfetten Milchprodukten. Weiterführende Informationen erhalten Sie unter Nährstoffe -> Fett.
  5. Reichlich Flüssigkeit
    Wasser ist absolut lebensnotwendig! Trinken Sie täglich mind. 1.5 ltr energiefreie Flüssigkeit. Alkoholische Getränke sollten Sie nur gelegentlich und nur in kleinen Mengen zu sich nehmen. Alkohol, Milch, reine Fruchtsäfte, Kaffee und schwarzer Tee dienen nicht der Deckung des täglichen Flüssigkeitsbedarfs.
  6. Essen geniessen
    Nehmen Sie sich zeit für ihre Mahlzeiten und essen Sie bewusst. Lenken Sie sich nicht mit lesen oder Fernsehn schauen ab. Essen Sie langsam und kauen Sie die Speisen gut, dies regt und fördert das Sättigungsgefühl.
  7. In Bewegung kommen
    Neben dem Essen und Trinken ist für eine nachhaltige Gewichtsreduktion die Bewegung ein Schlüsselfaktor. Klären Sie zu Beginn ihrer Aktivitäten die Leistungsfähigkeit durch ihren behandelnden Arzt ab. Weiterführende Informationen erhalten Sie unter dem Menüpunkt Sport.


Langzeiternährung nach Bypass-Operationen

Nach erfolgtem Kostaufbau (wird in diesem Blog nicht behandelt) kann 5 – 6 Wochen postoperativ mit der Umstellung auf die Langzeiternährung begonnen werden. Hier ist auf eine vollwertige, ausgewogene und bedarfsgerechte Ernährung zu achten. In dieser Phase können auch immer mehr verschiedene Lebensmittel in den täglichen Menuplan aufgenommen werden. Nach wie vor bleiben die allgemeinen Essregeln nach Bypassoperationen bestehen. Hier nochmals die wichtigsten Regeln:

  • Essen Sie nur kleine Mengen verteilt auf 4 – 5 Mahlzeiten am Tag (ideal währen 3 Mahlzeiten mit jeweils 5 Stunden dazwischen);
  • Kauen Sie die Lebensmittel gut und essen Sie langsam, keine Ablenkung durch Fernsehen, Zeitungen lesen etc.;
  • Nehmen Sie sich Zeit zum Essen;
  • Essen und trinken Sie nie zur gleichen Zeit (30 Minuten vor und nach dem Essen keine Getränke);
  • Trinken Sie zwischen den Mahlzeiten NUR zuckerfreie Getränke;
  • Kochen Sie Gemüse gründlich durch. Führen Sie rohes Gemüse schrittweise in Ihren täglichen Speiseplan ein;
  • Wählen Sie fettarme Lebensmittel aus;
  • Vermeiden Sie zuckerreiche Lebensmittel.

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Allgemeine Essregeln nach Bypass-Operationen

In allen Phasen der Umstellung des Essen und Trinkes nach einer Bypass-Operation sind die folgenden Regeln zu beachten:

  • Beim ersten Verspüren eines Völle- und /oder Druckgefühls nicht mehr weiter essen – auch nicht nach einer Pause;
  • Kleine Mengen (Portionen) essen;
  • Schluckweise trinken, evt, einen Strohhalm zum Trinken verwenden;
  • Essen und Trinken trennen, dass heisst nur vor oder nach, nicht während dem Essen trinken (30 Minuten davor und danach);
  • Vermeiden von kohlensäurehaltigen Getränken (Aufstossen);
  • Bevorzugen von fettarmen und eiweissreichen Lebensmitteln sowie Einschränk zuckerhaltiger Lebensmittel:
  • Zu den Mahlzeiten kleine Mengen (Tee-/Esslöffel) an Obst und Gemüse verzehren;
  • Neue Lebensmittel vorsichtig ausprobieren;
  • Nicht zu heiss oder zu kalt essen;
  • Nicht zu scharf (muss ausprobiert werden) oder zu fettig essen;
  • Tägliche Einnahme der Ergänzungen im Mineral- und Vitaminbereich (wenn vom Arzt verordnet)  nicht vergessen.

Diese Empfehlungen können im Rahmen der individuellen Ernährungsberatung durch den Arzt oder Ernährungsberaterin angepasst werden!